Ein neuer Alltag: Hallo Corona-Blues

Nach dem Aufstehen an einem Online-Yogakurs teilnehmen, vormittags das tägliche Workout absolvieren, am Nachmittag ein Stück vom Bananenbrot genießen, während das neue Buch gelesen wird und eine Gesichtsmaske einzieht. Genau so ist die Wunschvorstellung vieler, wenn an den aktuellen Pandemie-Alltag gedacht wird - nicht zuletzt, weil uns dieses Idealbild durch die Sozialen Medien vermittelt wird. 

Die Realität sieht oft anders aus - die Wohnung wird umfunktioniert: in Büro, Spielplatz, Restaurant und Erholungsgebiet zugleich.  

Das Corona-Virus beeinflusst uns aktuell alle: soziale Kontakte werden auf ein Minimum reduziert, die meisten von uns sitzen im Homeoffice, der Alltag spielt sich jetzt größtenteils in den eigenen vier Wänden ab. Während es für den Einen nach entspanntem Arbeiten vom Sofa klingt, sieht der Nächste die Möglichkeit, all die Dinge anzupacken, die er sich schon einmal irgendwann vorgenommen hat. Dennoch gibt es auch viele Menschen, denen die Isolation zu schaffen macht und die vor neuen Herausforderungen stehen. Und hier ist nicht die Rede von fehlendem Klopapier. 

Gerade berufstätige Eltern mit Kindern, die nicht mehr in die Kita dürfen, stehen plötzlich vor der Aufgabe, Familie, Beruf und “Selfcare” in Einklang zu bringen. Kinderbetreuung und berufliche Aufgaben müssen nun allein organisiert werden und Arbeit an Orten verrichtet werden, die eigentlich nicht fürs Homeoffice gemacht sind. Freizeit und Erholung werden hinten angestellt - für viele in der aktuellen Zeit gar nicht vorstellbar.  

Wieder andere erleben durch die ungewohnte Situation den sogenannten „Lagerkoller“. Auch wenn aktuellen Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie richtig sind - der Cappuccino im Lieblingscafé, ein Besuch im Kino oder das Feierabendbier mit Freunden fehlen.  
Und auch wenn aktuelle Social-Media-Inhalte den Anschein erwecken, dass der Tag perfekt genutzt werden kann, um an sich selbst zu arbeiten, darf man definitiv zu der Fraktion der Sofa-Helden gehören, die es sich vor dem Fernseher gemütlich macht. 

Egal, wie wir die Pandemie aktuell erleben - gerade jetzt ist es wichtig, dem Alltag mit positiven Gedanken und Gelassenheit zu begegnen! Deshalb haben wir vier Tipps für euch zusammengefasst, die euch hoffentlich dabei helfen, die Krise weiterhin mit mentaler Stärke und Besonnenheit zu meistern.  

Schaffe dir eine Morgenroutine 

Routinen, egal wie kurz sie auch sein mögen, helfen dabei, dein Gehirn zu entlasten. Außerdem ist es super wichtig, sich nicht direkt vom Bett an den Arbeitsplatz zu bewegen. Ein Tee gepaart mit entspannender Musik und einer 5-Minuten-Meditation kann schon einiges bewirken und die Laune direkt am Morgen heben.  

Erstelle dir eine To-Do-Liste 
Jeder kennt es: am Ende des Tages ist man ausgelaugt und trotzdem schleicht sich das Gefühl ein, nichts geschafft zu haben. Schreibt man sich jeden Tag kleine To Do’s auf, die man abhaken kann, gibt man sich selber ein schönes Gefühl und erkennt, was man alles geschafft hat! 

Leg dein Handy weg 

Auch wenn wir gerade jetzt unsere sozialen Kontakte pflegen wollen - die Verlockung ist groß den gesamten Tag Social Media zu nutzen, um zu sehen, was außerhalb der eigenen vier Wände passiert. Doch auch das führt schnell dazu, eine falsche Vorstellung davon zu bekommen, wie man seinen Alltag in der heutigen Zeit gestalten sollte. Stattdessen lieber Zeitfenster einrichten, um wertvolle Zeit für sich selbst zu gewinnen. 

Mach dir positive Gedanken 

Isolation nervt. Das finden wir auch. Dennoch hilft es nicht, sich in negativen Gedanken zu verlieren. Denk doch das nächste Mal lieber daran, was du für tolle Dinge machen kannst, wenn wir die Krise überwunden haben. Und immer dran denken: aus jeder Krise, gehen wir stärker hervor! Natürlich ist es vollkommen legitim und menschlich, auch einfach mal richtig genervt, gestresst oder ängstlich in der aktuellen Situation zu sein. Trotzdem sollten positive Gedanken den Alltag bestimmen. 

Auf sich selber zu achten und in sich selbst hinein zu horchen ist heute wichtiger denn je. „Was tut mir gut?“ sollte eine Frage sein, die sich jeder stellt und die jeder für sich persönlich beantworten kann. Wie die Antwort aussieht, entscheidest du ganz allein. Etwas zu tun, was einem Spaß macht, ist momentan die beste Möglichkeit, um weiterhin gesund und produktiv bleiben. Und wenn das bedeutet, ab 19 Uhr auf dem Sofa die Lieblingsserie zu schauen und dabei die zweite Tüte Chips in Folge zu verputzen, anstatt an der eigenen Selbstoptimierung zu arbeiten, ist das absolut in Ordnung.


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